Charlotte Zander kam wegen Ulrich Tukur extra aus München angereist. Der Schauspieler wollte sich die Werke der Namensgeberin des Filmes im Original anschauen. Und Charlotte Zander wollte den Mimen selbst zu den Werken ihres Lieblings führen.
Tukur spielt in dem Film den deutschen Kunsthändler Wilhelm Uhde, der sich 1904 in Paris niederließ, wo er anfing, Werke der damals noch unbekannten Künstler Pablo Picasso und Georges Braque zu kaufen und eine Galerie am Montparnasse eröffnete. Er gilt auch als der Entdecker Henri Rousseaus und Seraphine Louis und anderer Vertreter der naiven Malerei. Seine Biografie „Von Bismarck bis Picasso" ist die Gundlage für den Film. Für eine Stunde nahm sich Ulrich Tukur Zeit, die Kunstwerke von Seraphine anzuschauen.
Denn welche Arbeiten auch immer im Film gezeigt werden, sie stammen aus Bönnigheim.
In dem französischen Künstlerfilm wird das Leben der Autodidaktin nachgezeichnet. Als Putzfrau verdiente sie sich ihr Geld, bis Uhde sie entdeckte. Mit dem Erfolg, dem Geld und den Hoffnungen, die am Ende doch nicht erfüllt, wurden, kam die einfache Frau aber nicht zurecht.
Die Bilder ihres Oeuvres sind auf der ganzen Welt verstreut und gelten heute neben denen von Henri Rousseau als die Herzstücke der Kunst der Naive.
Ihre Bilder wurden beispielsweise im Museum of Modern Art in New York ausgestellt, eines davon ging in dessen Besitz über.
Die meisten Werke, zwölf an der Zahl, gehören dem Museum Charlotte Zander in Bönnigheim.
Im Abspann des Filmes und auf den Werbeträgern wird das Bönnigheimer Museum genannt.